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Modern Workplace

SCCM zu Intune Migration: Der komplette Leitfaden für IT-Entscheider

Microsoft hat das Ende von SCCM angekündigt. Wer jetzt nicht auf Intune migriert, riskiert Sicherheitslücken und steigende Kosten. Ein Praxisleitfaden.

25. February 2026 · Aktualisiert 01. January 1970

Warum jetzt migrieren?

Microsoft hat mit der Umbenennung von SCCM zu Microsoft Endpoint Configuration Manager (MECM) und der konsequenten Weiterentwicklung von Intune ein klares Signal gesetzt: Die Zukunft der Geräteverwaltung ist Cloud-native.

Für IT-Entscheider bedeutet das:

  • SCCM/MECM wird nicht abgeschaltet – aber die Innovationen fließen in Intune
  • Neue Windows-Features (Autopilot, Windows Update for Business) setzen Intune voraus
  • Hybride Arbeit funktioniert mit On-Prem-Tools wie SCCM nur noch mit VPN-Krücken
  • Sicherheitsrichtlinien wie Conditional Access brauchen Intune als Compliance-Quelle

Die drei Migrationspfade

1. Co-Management (empfohlen für die meisten)

Co-Management ist der sanfte Einstieg: SCCM und Intune teilen sich die Verwaltung. Sie verschieben Workloads schrittweise – ohne Big Bang.

Vorteile:

  • Kein Stichtag, kein Risiko – Workload für Workload migrieren
  • Bestandsgeräte bleiben in SCCM, neue Geräte gehen direkt in Intune
  • Conditional Access sofort nutzbar (Compliance-Workload zuerst umstellen)

Typischer Zeitplan:

  • Monat 1-2: Co-Management aktivieren, Compliance-Workload umstellen
  • Monat 3-4: Windows Update und Device Configuration migrieren
  • Monat 5-6: Application Deployment und Endpoint Protection
  • Monat 7-8: Restliche Workloads, SCCM-Infrastruktur abbauen

2. Cloud-native Neustart (Greenfield)

Für Unternehmen mit anstehendem Hardware-Refresh oder nach einem Carve-Out: Alle neuen Geräte werden direkt über Autopilot und Intune provisioniert. Die alte SCCM-Umgebung läuft parallel aus.

3. Ablösung in einem Schritt (Big Bang)

Nur für kleine Umgebungen (unter 200 Geräte) empfehlenswert. Alles wird an einem Wochenende umgestellt. Hohes Risiko, aber schnell erledigt.

Die 5 häufigsten Fallstricke

1. Applikations-Deployment unterschätzen

SCCM-Pakete (MSI, Skripte, Task Sequences) lassen sich nicht 1:1 nach Intune übernehmen. Jede Applikation muss als Win32-App oder Microsoft Store App neu paketiert werden. Planen Sie 40% der Projektzeit für App-Migration ein.

2. Netzwerk-Anforderungen ignorieren

Intune-Clients laden Updates und Apps direkt aus der Cloud. Ohne Delivery Optimization oder Microsoft Connected Cache steigt der WAN-Traffic massiv.

3. Gruppenrichtlinien vergessen

Viele Unternehmen haben hunderte GPOs, die sich mit SCCM-Baselines überschneiden. Intune nutzt Settings Catalog und Configuration Profiles – ein Mapping muss erstellt werden.

4. Zu viele Workloads gleichzeitig verschieben

Co-Management erlaubt granulare Steuerung. Nutzen Sie das. Ein Workload pro Sprint, mit Validierung dazwischen.

5. Monitoring erst am Ende einplanen

Intune-Reporting ist anders als SCCM. Richten Sie frühzeitig Dashboards ein – idealerweise in Azure Monitor oder mit Intune Data Warehouse.

Was eine Migration typischerweise kostet

Die Kosten hängen von der Umgebungsgröße und Komplexität ab. Kleine Umgebungen (50-200 Geräte) schaffen es in 2-3 Monaten mit 15-25 Beratungstagen. Mittlere (200-1.000 Geräte) brauchen 4-6 Monate und 30-60 Tage. Große Umgebungen (1.000-5.000 Geräte) planen 6-12 Monate ein.

Tipp: Mit unserem Managed Client Service (ab 93€/User/Monat) übernehmen wir nicht nur die Migration, sondern auch den laufenden Betrieb.

Nächster Schritt

Starten Sie mit einem Assessment: Wir analysieren Ihre SCCM-Umgebung, erstellen ein GPO-Mapping und definieren den optimalen Migrationspfad. Assessment anfragen →